„Arbeitsplatz Familie“ - Gesundheitsrisiko für Mütter

Kurberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt KV Harz e. V. informiert: Im März informierte das Müttergenesungswerk darüber, dass der „Arbeitsplatz Familie“ für Mütter oft mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden ist. Erschöpfungszustände bis zum Burnout sind die häufigsten Indikationen von Müttern, die einen Kurbedarf begründen. Neben der eigenen gesundheitlichen Situation spielen familiäre Lebensbedingungen ebenfalls eine Rolle, die ausschlaggebend für die Bewilligung einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter sein können.

 

„Häufig ignorieren Mütter die ersten Anzeichen für gesundheitliche Störungen“, berichtet Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes in Berlin. „Sie wollen für ihre Familie weiter funktionieren und an sie gestellte Anforderungen erfüllen. Viele Mütter kommen erst in die Kurmaßnahmen, wenn die Probleme massiv sind. Wichtig ist, dass die Mütter frühzeitig Hilfe suchen.“

2,1 Millionen Mütter in Deutschland sind kurbedürftig. Erschöpfungszustände, Allergien, Magen-Darm-Störungen, Herz-Kreislauf-Störungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen aber auch Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und Angst gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen von Müttern.

Für die Bewilligung einer Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme sind jedoch nicht nur die eigenen gesundheitlichen Probleme ausschlaggebend. Sogenannte Kontextfaktoren – spezifische Bedingungen im individuellen Lebensumfeld können die gesundheitliche Situation verstärken und eine Kurmaßnahme begründen. Dazu gehören z. B. Trennungs- oder Trauersituationen, finanzielle Not, Pflegesituationen oder chronische Krankheit in der Familie, ein behindertes Kind oder Erziehungsschwierigkeiten. Die Gesundheitsprobleme der Mütter wirken sich auf die gesamte Familie aus, besonders auf die Mutter-Kind-Beziehung.

Der ganzheitliche medizinische Ansatz der Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen bietet die Gewähr dafür, dass krankmachende Lebensumstände individuell mit jeder Mutter identifiziert und Lösungsstrategien für zu Hause erarbeitet werden.

Frau Engelmann, Kurberaterin AWO Kreisverband Harz e.V. unterstützt Mütter und Vater in Halberstadt und Quedlinburg bei der Beantragung einer Mütterkur oder Mutter-/ Vater-Kind-Kur und unterstütz die Betroffenen bei der Antragstellung und Klinikauswahl. Nachsorgeangebote helfen nach der Maßnahme bei der Umsetzung des Gelernten im Familienalltag. Unsere Beraterin ist zu folgenden Zeiten in unserer Beratungsstelle AWO Kreisverband Harz e.V. Eike-von-Repgow-Straße 15, 38820 Halberstadt für Sie da:

Dienstag:       10:00 – 16:00

Donnerstag:  10:00 – 16:00

Nach Vereinbarung auch in Quedlinburg

Für Fragen und Terminabsprachen können Sie uns unter 03941/ 69 67 25 erreichen.

Der AWO Kreisverband Harz e.V. arbeitet mit dem Müttergenesungswerk zusammen www.muettergenesungswerk.de.